Mario Kart Wii – Review

Im Jahre 1992 definierte Nintendo das Genre der Fun-Racer neu. Mit Super Mario Kart wurde ein wirklich unglaublicher Grundstein für eine der beliebtesten Multiplayerserien gelegt. Vier Jahre später gelang der Serie auf dem N64 auch der Sprung in die dritte Dimension, dazu gab es gleich noch einige Neuerungen und so wurde Mario Kart 64 zum bis heute besten Mario Kart der Serie. Weitere 5 Jahre später erschien die erste Handheld Version der berühmten Serie auf dem GBA, ein weiterer genialer Titel welcher nicht ganz an die N64 Version reichte. Noch im selben Jahr erschien auch Mario Kart: Double Dash, Dieser Titel war für viele Fans eine ziemliche Enttäuschung. Nichts desto trotz gab es wieder einen genialen Multiplayermodus, welcher stundenlang vor die Flimmerkiste fesselte. Ende 2005 wurde dann noch die DS Version der Serie releast. Erst mal gab es einen Online Modus und man bekam ein richtiges Umfangmonster auf den Tisch geknallt. Nun ist im April 2008 der jüngste Teil der Mario Kart Serie erschienen, Mario Kart Wii. Kann es das Spiel mit den Vorgängern aufnehmen oder muss es sich geschlagen geben? Das will ich nun herausfinden.

Nanu, ein Lenkrad

Beim öffnen der Mario Kart Verpackung, zeigt sich gleich die erste Neuerung. Dem Spiel liegt nämlich ein Lenkrad bei, welches noch ein tolleres Kart-Feeling vermitteln soll. Doch dazu später mehr. Man packt also sogleich die Disk in die Wii rein und startet das Spiel, sofort fallen dem geneigten Mario Kart Fan die biederen Menüs auf. Keine Farben, nur simple Schwarz/Weiss kost wird einem geboten, da ist man sich aus früheren Teilen etwas anderes gewohnt. Bei den Fahrern trifft man aber sofort wieder auf Altbekanntes, von A bis Z werden einem alle bekannten Nintendo Charaktere geboten. Es gibt sogar einige Neuzugänge wie Rosalina aus Super Mario Galaxy. Auch bei den Fortbewegungsmitteln hat man eine grosse Neuerung gemacht, es gibt nämlich nun auch Bikes. Diese Steuern sich ein bisschen anders als die Karts, sind aber nicht minder eingängig als die Namensgeber der Serie.

Von Bananen und roten Panzern

Nun aber genug von Menüs und Co. gelabert, schauen wir uns lieber die Rennen an. Es gibt im Einzelspielermodus, wie serienüblich, drei verschiedene Geschwindigkeitsklasse und einen Spiegelmodus. In denen kann man dann noch zwischen acht Cups à vier Strecken auswählen, genug zu tun hat man also. Beim starten des ersten Rennen fallen sofort die breiteren Strecken und das grössere Fahrerfeld auf, dieses ist nun um vier Fahrer erweitert worden. Neu dazu gekommen ist auch das ausführen von kleinen Tricks. Diese lassen sich sehr einfach auslösen und geben bei Erfolg einen kleinen Boost. Da man sich nun eben mit bis zu 12 Gegenspielern auf einer Rennbahn rumtummelt, ist das ganze Geschehen noch ne Ecke actionreicher und sorgt für noch mehr Nervenkitzel. Ganz allgemein sind die Rennen in Mario Kart Wii so aufregend wie noch nie, ständig passiert etwas und die doch ziemliche anspruchsvolle KI, gepaart mit dem anspruchsvollen Streckendesign und den Items, sorgt öfters für ein gefluche und gezappel. Apropos Streckendesign, die neuen Strecken sind wie immer super gelungen. Neben 16 neuen Strecken, kann man auch auf 16 Strecken der Vorgänger rumkurven und in Erinnerungen schwelgen. Bei den Items wurde die schwache Balance der Vorgänger leider total über Bord geworfen, besonders bei den höheren Geschwindigkeitsklassen ergeben sich viel zu oft etwas unfaire Momente.

Online und Offline ein absoluter Kracher

Nun kommen wir zum Herzstück des Spiels, dem Multiplayer. Neu gibt es nun einen Online Modus, welcher wirklich fantastisch läuft. Das joinen ist einfach und Mitspieler findet man mehr als genug. Man kann sogar mit nem Kumpel zusammen Online losspielen. Leider wird dank dem grandiosen Onlinesystem der Wii extrem viel Potential verschenkt, so fehlt der Voicechat, welcher ein geselliges Onlinespielen einfach unmöglich macht. Mario Kart lebt einfach vom gegenseitigen Anbrüllen. Auch das mit den Freundes-Codes ist einfach nur noch dämlich und legt dem Online zocken Steine in den Weg. Dennoch ist der neue Onlinemodus wirklich nett und kann auch ganz gut begeistern, das ganze Potential entfacht Mario Kart Wii aber immer noch mit drei weiteren Mitspieler an einer Konsole. Dort stellt sich das altbekannte Mario Kart Feeling sofort ein und es macht wieder nächtelang Spass. Dank den vielen Einstellungsmöglichkeiten sollten eigentlich alle zufrieden gestellt werden. Leider wurde der überaus beliebte Wettkampf Modus mit den Ballons total zerstört. Dieser bekam eine Neugestaltung und hat nun ein grosses Problem: Er macht einfach keinen Spass. Hier ging der Schuss deutlich nach hinten los, ich hoffe die verwerfen diese Neuerung für den nächsten Teil wieder.

Technisch ein alter Hut

Bei der Technik haben sich die Entwickler leider nicht so Mühe gegeben. Das Spiel sieht deutlich schlechter als ein Super Mario Galaxy aus und leider auch nicht wirklich besser als die Gamecube Fassung. Fast schon altertümlich wirken die nicht rund dargestellten Rundungen, das fällt vor allem bei den Nasen der Fahrer auf. Beim 4-Spieler Modus setzt sich das Spiel aber noch die Krone auf, die ohnehin schon eher schlechte Grafik wird dann gleich noch mal um 2/3 reduziert. Die totale Unterforderung der Wii, sieht schon beinahe schlechter aus als der Double Dash Multiplayer aus. Beim Sound bekommt man auch nichts weltbewegendes, die üblichen Mario Kart Melodien eben. Wobei die Menüuntermalung schon fast ein wenig zur Psychomucke mutiert. Bei der Steuerung bietet das Spiel verschiedene Möglichkeiten und sollte jeden zufrieden stellen. Das oben angesprochene Lenkrad ist zwar ganz nett, kommt aber bei weitem nicht an die Präzision von einem normalen Kontroller heran. Mit WiiMote, Classic Controller oder Gamecube Controller ist man wesentlich besser dran. Vom Umfang her bekommt man ein ziemlich dickes Packet geschnürt, hier hat man echt nichts zu meckern. 32 Strecken, 24 Fahrer, viele Cups und viele Dinge zum freischalten. Der Onlinemodus erweitert das Spiel auch sehr sinnvoll und bietet genug Motivation.

Fazit

Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen enttäuscht vom neusten Teil der Serie bin. Ich habe eine Fortsetzung im Kaliber eines Super Smash Bros Brawl erwartet, das trifft leider auf Mario Kart Wii überhaupt nicht zu. Man vermisst einfach das gewisse Extra, vielleicht ändert sich das ja im nächsten Teil. Es macht aber trotzdem viel Spass und bietet einen tollen Multiplayermodus. Leider macht es auch einige Dinge ziemlich falsch. Wo sind die von Fahrer zu Fahrer unterschiedlichen Karts geblieben? Es gibt wieder nur Einheitskost für die drei Gewichtsklassen. Die bereits oben genannten Kritikpunkte versalzen die Suppe leider auch ziemlich. Besonders die grafischen Abstriche im 4-Spieler Modus sind einfach unter aller Sau. So bleibt am Schluss ein gutes Mario Kart, welches aber lange nicht an die N64 oder DS Version heranreicht. Für Fans von Multiplayertiteln ist der Titel aber Pflicht.

Präsentation: 8/10

Grafik: 7/10/10

Sound: 7.5/10

Gameplay: 9.5/10

8/10

Mass Effect – Bring Down The Sky Review

Mit Mass Effect kreierten die Jungs von Bioware einen weiteren Rollenspielhit. Schon während der Entwicklung wurde von Bioware bestätigt das es zusätzlichen Content geben wird. Nun ist kürzlich das erste kleine Add-On „Bring Down The Sky“, auf Deutsch Kollisionskurs, erschienen. Kann es die Qualität des Hauptspiels halten und kommen ein paar sinnvolle Neuerungen dazu?

Die Bartarianer greifen an

Sobald man den neuen Content runtergeladen hat, wird er auf der Galaxiskarte angezeigt. Nun noch fix mit der Normandy in die korrekte Galaxis fliegen und man kann auf dem Meteoriten landen. Dieser wurde von batarianischen Terroristen entführt und befindet sich nun auf Kollisionskurs mit einer Menschen-Kolonie, nun liegt es an Shepard dies zu verhindern. Die Batarianer sind die neue Rasse, die in das Spiel implementiert wurde. Diese sind überhaupt nicht gut auf die Menschen zu sprechen, da sie ins Exil verdrängt wurden als die Menschen das Universum entdeckten.

Shepard wirds schon richten

Vom Gameplay her gibt es nichts neues. Man kämpft, während den gut 60-90 Minuten Spielzeit, nur gegen Raketentürme und Batarianer. Darüber hinaus darf man den Meteoriten mit dem Mako erkunden und noch einige Froschungs Aussenposten begutachten. Gegen Schluss gibt es auch noch eine güt/böse Entscheidung, welche den Wiederspielwert ein bisschen erhöht.

Fazit

Mir persönlich hat das erste neue Add-On gefallen. Es war zwar sehr kurz und hat auch nicht sonderlich viel neues implementiert, aber es hat dennoch eine nette kleine Geschichte erzählt. Leider wirken besonders die Kämpfe gegen die Raketentürme etwas gestreckt und langweilig. Der Preis ist mit 400 MS-Points jedoch sehr fair, also kann ich jedem Mass Effect Fan eine uneingeschränkte Empfehlung geben.

Empfehlenswert

Condemned 2: Bloodshot Review

Mit dem ersten Condemned ist der Entwicklerschmiede Monolith ein richtig gruseliger Überraschungshit geglückt. Jedoch wirkte das Spiel an vielen Stellen leider ein wenig unfertig und man vermisste den nötigen Feinschliff. Nun drei Jahre nach dem ersten Teil steht mit Condemned 2: Bloodshot der Nachfolger vor der Tür. Konnten die Entwickler dem Spiel den nötigen Feinschliff verpassen und so den atmosphärischen Vorgänger übertrumpfen?

Ethan Thomas, der Antiheld

Im Spiel übernimmt man die Rolle von Ethan Thomas. Dieser ist nach den Erlebnissen aus dem ersten Teil vollkommen am Ende. Er ist süchtig nach Alkohol, hat enorme psychische Probleme und ist auch sonst in allen anderen Dingen ziemlich fertig. Als er einem anderen Obdachlosen durch die Strassengassen streift, kommt er mitten in eine Schlägerei. Dieser erster Kampf dient vor allem dazu, dem Spieler das Kampfsystem näher zu bringen. Dieses erfordert eine ziemliche Eingewöhnungsphase, da es vor allem beim Blocken sehr viel Timing und Kenntnisse über die Gegner benötigt. Darüber hinaus kann Ethan auch noch zahlreiche Kombos auf den Gegner pfeffern, das ist z.B. eine simple Links-Rechts Schlagkombination. Als Ethan plötzlich einen Ziegelstein an den Kopf bekommt, entfesselt das seine inneren Dämonen, welche ihm immer wieder im Spielverlauf begegnen werden. Diese zeigen sich als schwarze teerüberzogene Kreaturen und sind gar nicht gut auf Ethan zu sprechen. Es gibt aber auch einen Doppelgänger von Ethan, welcher alle seine Süchte und sonstigen Macken darstellt. Das Spiel gewinnt durch diese ganze Sache ein grosses Atmosphäre plus, da bei Ethan immer wieder die Grenze zwischen Fiktion und Realität verschwimmt und er sich so in einer wahren Hölle wiederfindet.

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Kämpfen mal anders

Damit sich Ethan gegen die zahlreichen Rowdies und Dämonen wehren kann, stehen ihm diverse Mittel zur Verfügung. Ca. 3/4 des Spiels werden mit Nahkampfwaffen bestritten und dieses Arsenal ist wirklich sehr umfangreich. Ethan kann alles möglich von seiner Umgebung als Waffe brauchen. Das können Stromleitungen, Rohre, Baseballschläger oder noch viele anderen Dinge sein. Auch gibt es zahlreiche Finishing Moves, wenn man nämlich genug lange auf einen Gegner prügelt kniet er irgendwann mal benommen auf den Boden. Nun kann man ihn packen und ihn auf zahlreiche Varianten erledigen. Man kann den benommenen Gegner beispielsweise in einen Fernseher rammen oder ihn einfach über ein Geländer werfen. Die Nahkämpfe sind zu jeder Zeit ziemlich anspruchsvoll, wenn man nicht das ganze Repertoire von Ethan benutzt und nicht geschickt blockt, liegt man ziemlich schnell im Dreck. Das macht das Spiel aber keineswegs unfair, denn die Gegner werden nie übermächtig und wenn man doch mal den Löffel abgibt sorgen die sehr geschickt verteilten Save-Points für keine richtig frustigen Erlebnisse. Wenn man genügend Gegner ins Nirvana befördert hat, kann man eine sogenannte „Chain-Attack“ ausführen. Das sind besonders spektakulär in Szene gesetzt Angriffe in denen man bestimmte Tasten drücken muss. Das reicht vom simplen brechen des Armes bis zum totalen Finisher inkl. Genickbruch. Es gilt auch zu sagen, dass es in den Kämpfen von Condemned 2 immer sehr ruppig zu und her geht, auch sonst nimmt sich das Spiel kein Blatt vor den Mund und zeigt die verschiedensten Gewaltdarstellungen, Leute mit schwachen Nerven sollten also besser einen weiten Bogen um das Spiel machen. Es gibt jedoch nicht nur Nahkampfwaffen, manchmal trifft man auch auf einen Schiessprügel, diese sind jedoch in der Munition sehr stark limitiert und müssen mit bedacht benutzt werden. Auch ist Ethan wegen seiner Alkoholsucht nicht fähig die Waffe schon ruhig zu halten, nur wenn man sich vorher einen ausreichenden Schluck Feuerwasser gegönnt hat, ist Ethan fähig genau zu zielen. Ein netter Nebeneffekt das ganze.

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Hast du Angst im Dunkeln?

Nun kommen wir zum wichtigsten Punkt in Condemned 2: Die Atmosphäre. Condemned 2: Bloodshot ist ein visueller Alptraum denn hinter jeder Ecke könnte Gefahr lauern. Nur mit einer Taschenlampe leuchtet man sich durch ein dreckiges Hotel, eine zerstörte Bowlingbahn oder auch durch eine verlassene Waldhütte. Egal wo man gerade ist, man bekommt es ständig mit der Angst zu tun. Begleitet von Selbstgesprächen und Dingen die nicht Real sein können, kämpft sich Ethan durch die schaurigen Schauplätze. Das Spiel weiss aber auch gekonnt zwischen rasanten Stellen und eher gemächlichen Ereignissen abzuwechseln. So trifft man in jedem Level immer wieder auf einen Tatort, dort kann man dann mit Ethan das ganze untersuchen und die Informationen an die SCU weiterleiten. Diese Stellen sind ideal um wieder ein bisschen zur Ruhe zu kommen und man erfährt nebenbei noch einige Details über die Story. Wenn ihr aber nicht gerade an einem Tatort oder bei einer Zwischensequenz seid, macht euch das Spiel die Hölle heiss. Das geht an manchen Stellen so weit, dass ihr beispielsweise in einer alten Waldhütte von einem Bären überrascht werdet. Selten bekam man in einem Spiel so ein beklemmendes Gefühl.

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Schaurig schöne Umgebungen

Damit die Atmosphäre noch besser rüber kommt, bietet Condemned 2 eine sehr anschauliche Kulisse. Besonders die verschiedenen Innenlevel sind einfach nur noch erdrückend in ihrer Darstellung. Die Lichteffekte können sich auch sehen lassen und auch sonst vermisst man in den meisten Levels nichts. Leider verspielt Condemned 2 besonders in den Aussenlevels sehr viel von seiner Atmosphäre. Die Grafikengine enttäuscht dort leider enorm und lässt einfach das gewisse etwas vermissen. Bei den Animationen zieht das Spiel dann aber wieder alle seine Register. Eigentlich alles agiert täuschend echt und wirkt schon beinahe beängstigend. Wenn man beispielsweise einem Gegner den Arm auskugelt, hat man das fragwürdige Vergnügen ihm zu zuschauen, wie er diesen Arm wieder versucht ein zu kugeln. Das ist nur eine der vielen Details die man in den Animationen sehen kann, kann man durchaus als eine Referenz auf diesem Gebiet sehen. Wirklich genial ist Condemned 2 bei dem Sound. Die Musik ist genau so verstörend wie der Rest des Spiels und trägt enorm viel zu der grandiosen Atmosphäre bei. Den Sound kann man locker als eine der besten Abmischungen der bisherigen Konsolengeneration zählen.

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Nicht nur Ethan hat Probleme…

Leider ist Condemned 2 nicht von kleinen und grösseren Schnitzern verschont geblieben. Das wären, wie oben erwähnt, die schwachen Aussenlevels. Diese kosten dem Spiel wirklich einiges an Atmosphäre. Stellenweise treten auch kleine KI-Hänger auf und manchmal hat man es im grossen Kampfgetümmel ein bisschen schwer mit der Übersicht und verliert dadurch gerne mal ein Bildschirmleben. Das macht aber nichts denn das Spiel verteilt wirklich sehr fair seine Savepoints. So wird Frust im Keim erstickt und man kann sich voll und ganz dem Spiel hingeben. Auch beim Umfang gibt es nichts zu bemängeln, das Spiel bietet verschiedene Schwierigkeitsgrade und sogar die Möglichkeit das Spiel mit unendlich Schusswaffenmunition durchzuspielen. Letzteres lässt einem das Spiel noch aus einem total anderen Blickwinkel betrachten und sorgt für Motivation. Darüber hinaus gibt es noch eine Art „Fight Club“ wo es verschiedene Aufgaben zu meistern gibt und sogar einen Online-Modus. Der Online-Modus ist leider nicht sonderlich prickelnd, es ist nicht besonders ausbalanciert das ganze und ich hatte während meinen Versuchen dort, wirklich massive Lags. Der Online-Modus wirkt eher als wollte man ihn noch schnell reinballern, damit man irgendwie noch die Langzeitmotivation erhöhen kann. Dieser Schuss ging leider nach hinten los.

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Fazit

Ich bin wirklich hin und weg von diesem Spiel. Noch nie habe ich so einen Alptraum durchgespielt (welcher mir manchmal soviel Angst eingejagt hat das ich die Konsole ausschalten musste). In die Rolle von Ethan Thomas zu schlüpfen hatte echt etwas einzigartiges, nie zuvor spielte man so eine kaputte Persönlichkeit. Das schreckt ab und motiviert gleichzeitig, man wird immer tiefer in die Welt um Ethan hineingezogen. Leider wird das Ende dem grandiosen Spannungsbogen nicht gerecht. Es ist keineswegs schlecht, nur passt es halt überhaupt nicht zum Spiel und wirkt irgendwie doch ziemlich aufgesetzt. Hier hätte ich mir mehr erhofft. Sonst hat mir Condemned 2: Bloodshot durchwegs gefallen, tolle Schauplätze, spannende Story, grandioser Soundtrack und die heftigsten Faustkämpfe die man jemals bewundern konnte. Wenn man keine schwachen Nerven hat, ist das Spiel einfach Pflicht! Übrigens: Man benötigt keine besonderen Vorkenntnisse für das Spiel, wenn man den ersten Teil also nicht gespielt hat, kann man trotzdem zugreifen. 90% der Story versteht man auch so und für die anderen 10% kann man z.B. noch den Wikipedia Artikel lesen.

Präsentation: 9.5/10
Grafik: 8.5/10
Sound: 10/10
Gameplay: 8/10

Overall: 9/10

Army of Two Review

Army of Two sollte eigentlich schon letztes Jahr erscheinen, doch das Spiel hat damals in den ersten Preview-Versionen so schlecht abgeschnitten, dass sich die Entwickler nochmal hinter das Spiel gesetzt haben. Nun ist es im März endlich erschienen, hat sich das warten gelohnt? Ist AoT wirklich die Co-op Offenbarung?

Aggroooo

Das Spiel beginnt in einem Trainigscamp für die beiden Hauptdarsteller Rios und Salem. Dort wird man kurz in die wichtigsten Dinge des Spiels eingeführt, das ist unter anderem die Aggro. Das Spiel setzt eine spezielle KI ein, je mehr man auf die Gegner schiesst, desto mehr Aggro bauen diese auf und desto mehr konzentrieren sich die Gegner auf den Schützen. Während der eine Spieler also die Aggro hält, kann sich der andere Spieler problemlos hinter die Gegner schleichen und diese überraschen. Ein System das nicht nur auf dem Papier gut funktioniert, sondern auch tadellos in der Praxis aufgeht. Wenn man das Tutorial gemeistert hat, geht es auch schon ab nach Somalia. Es geht auch sofort mächtig zur Sache, man ballert, schlägt und sprengt auch gleich zu Beginn zahlreiche Gegner ins Nirvana. Auf dem Schlachtfeld ist, besonders auf den hohen Schwierigkeitsgraden, sehr viel Taktik angesagt. Ohne eine saubere Absprache mit seinem Gegenüber wird man nicht weit kommen. Darum arbeitet man sich langsam aber stetig durch die Feuergefechte, täuscht Gegner und überrascht diese von hinten. Man bemerkt auch sofort die ziemlich gute KI, wenn Gegner getroffen werden verweilen sie nicht etwa an ihrer Position, nein sie wechseln zu einem sicheren Ort. Auch wird immer wieder versucht, die 2-Mann Armee zu umzingeln. Die Gegnervielfalt lässt auch nicht zu Wünschen übrig, bei jedem Schauplatz trifft man auf andere Gegner, diese lassen sich grob in drei Gruppen unterteilen: der Standard Soldat ist mit einem handelsüblichen Sturmgewehr bewaffnet, die Speziellen Soldaten laufen mit Scharfschützengewehren und mit Raketenwerfern herum und dann wären noch die gepanzerten Soldaten, diese sind so gepanzert, dass man sie nur von hinten Angreifen kann. Pro Level gibt es dann auch noch einen Bosskampf gegen einen Terroristen, welcher leider nicht sonderlich schwer und spannend inszeniert ist.

Begrüsst meine kleinen Freunde

Um die unzähligen Gegner in die ewigen Jagdgründe zu befördern, stehen Rios und Salem ein grosses Arsenal an Waffen zur Verfügung. Bei den Ballermännern, stehen Rios und Salem wirklich sehr viele zur Verfügung. Von der einfachen AK47 bis zum grossen Granatwerfer, lässt das Waffen Arsenal von Army of Two wirklich keine Wünsche offen. Von diesen kann man immer drei bei sich tragen: Eine Primärwaffe (Sturmgewehr), eine Sekundärwaffe (MPs, Handfeuerwaffen) und eine spezial Waffe (Raketenwerfer, Scharfschützengewehr). Darüber hinaus kann man jede Waffe noch tunen. Man wechselt Lauf, Magazin oder Kolben aus und baut sich so seine ultimative Waffe. Das ganze auftunen der Waffen ist echt umfangreich geworden und ist auch eine ganz gute Motivation. Damit man diese Waffen kaufen kann, gilt es verschiedene Aufträge zu erfüllen. Mal muss man einen Laptop finden oder einfach einen bestimmten Gegner kalt machen, durch jede erfüllte Aufgabe bekommt man einen Betrag auf sein Konto und das dann für neue Waffen oder Masken ausgeben.

Nicht ohne meinen Kumpel

Nun noch zu einem der wichtigsten Punkte des Spiels, das Co-op Gameplay. Army of Two bietet einfach ein unvergleichliches Co-op Vergnügen. Ohne den Partner geht echt nichts, man muss sich total aufeinander verlassen, sonst liegt man schneller im Dreck als einem Lieb ist. Unter anderem gilt es Räuberleitern zu vollführen oder gemeinsam mit dem Fallschirm durch eine Schlucht gleiten, dort wird der Fallschirm von einem Spieler gesteuert und der andere nimmt mit dem Scharfschützengewehr Gegner aufs Korn. Man kann sich z.B. auch Rücken an Rücken stellen und die Gegner in Slow Motion umnieten, oder aber einer schnappt sich eine Autotür und dient dem anderen als Mobiles Schutzschild. Auch können Rios und Salem jederzeit miteinander interagieren und so z.B. dem anderen ne Kopfnuss verpassen oder eine gemeinsame Jamsession mit Luftgitarre zum Besten geben. Auch ein tolles weiteres Element sind Rios und Salem. Die Kommentare die sie während der Feuergefechte von sich geben, sind einfach nur witzig. Wenn Rios mitten in einem Feuergefecht von Salem gefragt wird, wer sein Lieblingsrapper im Wu-Tang Clan ist, sorgt das einfach für Unterhaltung. Solche Unterhaltungen finden ständig statt und sind eine tolle Auflockerung.

Privatisieren

Storytechnisch ist AoT nicht gerade der Überflieger. Dennoch wird eine durchaus interessante Story rund um die privatisierung des Militärs erzählt. Vieles davon kann man in sehr tollen Renderfilmchen bewundern, natürlich erfährt man auch während den Missionen einige Details. Auch muss ich hier die Deutsche Synchro loben, selten hat ein Spiel mit soviel gut gewählten Sprechern gepunktet. Vom Umfang her ist AoT kein richtiger Brocken, der Story-Modus dauert rund 6 Stunden, die zahlreichen Waffen und das Tuning reizen aber zum erneuten Durchspielen. In diesen 6 Stunden wird man aber ausgezeichnet unterhalten. Die Missionen finden auf der ganzen Welt statt und sind spannend inszeniert. Wenn man von einem explodierenden Flugzeugträger flüchten muss, macht das ganze einfach ungemein viel Spass. Die Technik des Spiels ist auch ganz ansehnlich. Besonders die Models von Rios und Salem sehen einfach nur genial aus, leider schauen die Gegner im Vergleich dann doch deutlich schlechter aus, da wäre mehr Potential drin gewesen. Die Levels sehen sonst ganz gut aus, kein Überflieger aber durchaus solide in der Technik.

Ladehemmung

Leider gibt es in AoT auch einige Schnitzer. Die KI des Buddys in Singleplayer Modus ist ziemlich mässig, aber das Spiel sollte man eh nicht kaufen, wenn man nur am Singleplayer interessiert ist. Stellenweise hat die Gegner KI auch leichte Aussetzer und laufen einem direkt ins Mündungsfeuer. Im Splitscreen wird die Grafik massiv runtergeschraubt und die Übersicht geht leider auch ein bisschen flöten, hier hätte man noch ein bisschen dran schrauben können. Die Steuerung ist leider auch sehr gewöhnungsbedürftig, besonders vorbeilaufende Gegner sind unglaublich schwer zu treffen. Ich empfehle die Empfindlichkeit auf das Maximum zu stellen, so kann man am genausten zielen.

Fazit

Ich habe mir das Spiel relativ spontan gekauft und war angenehm überrascht. Das Spiel macht mit nem Kumpel im Co-op einfach unglaublich Spass. Die Renderfilme sind toll inszeniert und die Synchro kann man ruhig zu einem der Meilensteine in der deutschen Synchronisation zählen. Leider hat das Spiel doch den einen oder anderen Schnitzer und ist auch nicht gerade ein Umfangsmonster. Doch das können die Entwickler bis zum nächsten Teil ausbügeln (und der kommt bestimmt :P ). Für Leute die mal n richtiges Co-op Spiel haben wollen, kann ich eine bedenkenlose Kaufempfehlung geben. Leute die nur am Singleplayer interessiert sind, können sich das Spiel aber getrost sparen.

Achja, das beste an dem Spiel ist übrigens, dass es ohne Cliffhanger aufhört. Ist mein erster Shooter seit langem, der die Geschichte vernünftig abschliesst, danke EA!


Präsentation: 8.5/10
Grafik: 8/10
Sound: 9/10
Gameplay: 8/10

8.4/10
(Co-op Wertung)

Condemned: Criminal Origins Review

Habe mir das Spiel nachträglich geholt, da es ja vor meiner Xbox Zeit erschienen ist und ich es vor dem 2. Teil noch unbedingt spielen wollte. Und was soll ich sagen… Es hat sich einfach gelohnt.

Alleine die geniale Atmosphäre sollte für jeden Gamer zumindest eine Anspielsession rechtfertigen. Das Spiel ist ein Horrortrip zum mitspielen. Man stapft in der Rolle von Ethan Thomas durch verlassene und verwüstete Häuser, U-Bahn Station oder durch die dunkle Gasse. Als einzige Lichtquelle dient eine kleine Taschenlampe, welche in manchen Momenten auch gerne mal ne Runde aussetzt. Zur Verteidigung gegen die Verrückten und Junkies hat man oft nicht mehr als ein schlichtes Rohr oder ein Brett. Schusswaffen findet man zwar ab und zu auch, jedoch ist die Munition stark limitiert und ohne Schuss Waffen ist das Spielgefühl gleich noch ne Ecke intensiver!

Am Anfang war Mord

Während der gut 10-12 Stunden langen Story, welche mit der Untersuchung eines Mordfalls beginnt, bestreitet man viele Kämpfe, löst kleine Rätsel und Untersucht verschiedene Spuren. Letztere sind ähnlich wie in der Serie CSI, man sucht also nach Fingerabdrücken, Blutspritzern oder anderen Dingen. Diese werden dann erfasst und geben euch mehr Teile über die Story preis. Diese Elemente sind eine nette Abwechslung und lassen den Spieler auch noch ein bisschen verschnaufen. Denn in den Kämpfen geht es nämlich alles andere als gemütlich zu und her. Die Gegner täuschen Schläge an, blocken und starten auch gerne mal einen Überraschungsangriff. Als Spieler hat man ähnliche Möglichkeiten, man kann Angreifen und auch Schläge blocken, was allerdings sehr sehr gutes Timing erfordert. Wenn man den Gegner auf die Knie zwingt, kann man ihn auf Wunsch auch mit einer der vier Finisher kalt machen (Genick brechen etc.). Dann gibts noch die oben erwähnten Rätsel. Richtig anspruchsvoll sind diese jedoch nicht, sie beschränken sich eher auf: „Hole Axt und Tür aufzuschlagen“. Sollte niemanden vor ernstere Probleme stellen.

Gruseln bis zum bitteren Ende

Nun noch ein paar Worte zu dem, was das Spiel wirklich ausmacht. Die Präsentation. Das Spiel bietet echt eine UNGLAUBLICHE Atmosphäre. So etwas hab ich echt jetzt noch nie erlebt. Condemned erschafft eine eigene Welt, in der jegliche Hoffnung im Keim erstickt wird. Man ist allein im dunkeln, hinter jeder Ecke könnte die nächste Gefahr lauern. Das führt zuweilen sogar zu einer regelrechten Anspannung. Schockmomente setzt das Spiel aber eher spärlich ein, es geht eher subtiler zu. Das Spiel spielt manchmal auch mit geschickter Platzierung von Schatten und anderen subtilen Schockmomenten. Zu der tollen Atmosphäre kommt auch noch die gute Grafik und die tollen Animationen dazu. So erschafft Condemned, wie oben erwähnt, seine eigene Welt und lässt dich bis zum Schluss nicht mehr raus ;) .

Kein Spiel ohne seine Mängel

Da nichts perfekt ist, hat auch Condemned seine Kritikpunkte. Da wären zum einen das etwas verunglückte Kampfsystem. Blocken ist oft Glückssache und auch die Finisher hätten besser gelöst werden können. Die KI der Gegner lässt manchmal auch ein wenig zu wünschen übrig. Diese laufen nicht gerade selten gegen Wände oder stehen einfach ein bisschen dumm in der Gegend rum. Bei Schusswaffen sehen sie wohl manche Hindernisse nicht und ballern oft die gesamte Munition in irgend ein Regal oder sonst was. Die Story ist leider auch nicht so überaus befriedigend. Es lässt für meinen Geschmack ein bisschen zuviel unerklärt. Man kann darauf hoffen, dass dies im 2. Teil noch alles erklärt.

Fazit

Alles in allem muss ich sagen, dass mich das Spiel echt beeindruckt hat. Die Atmosphäre ist top, die Story mag trotz Schwächen unterhalten und das Spielerlebnis ist etwas ganz besonderes. Leider hat es gewisse Mängel im Gameplay, es ist auch ein bisschen veraltet. Aber durch die Präsentation wird das einfach wieder wett gemacht :) . Condemned sollte man sich wirklich noch gönnen. Zumal Teil 2 auch auf den Ereignissen des ersten Teils aufbaut und kaufen kann mans mittlerweile auch sehr günstig.

Präsentation: 9.5/10
Grafik: 8/10
Sound: 8/10
Gameplay: 7/10

8.1/10

Super Mario Galaxy Review


Der dickbäuchige Klempner Mario ist der wohl bekannteste Videospielheld den es je gegeben hat. Sein Ruhm kommt ja auch nicht von ungefähr, immerhin verdankt man seiner Figur die gelungensten Jump’n’Runs die es je gegeben hat. Einer der Meilensteine stellt Super Mario 64 dar. Bei diesem Teil hat nicht nur der Sprung in die 3. Dimension geklappt, sondern es überzeugte auch sehr von der spielerischen Seite. Der nächste Teil (Super Mario Sunshine) ging leider gewaltig in die Hose. Das Spiel war für mich und viele andere Mario-Fans eine herbe Enttäuschung. Man muss sich im Nachhinein auch einfach fragen, was zur Hölle mit Nintendo abging als sie die Idee zum Spiel hatten. Wer zur Höllen will in einem Videospiel putzen?! Niemand und genau da lag das Problem. Nun ist auf der Wii der nächsten Teil bereit zum entdeckt werden. Die Frage ist ja nun, schlägt es den durchwachsenen Vorgänger und kommt es sogar an Super Mario 64 heran? Nun, das und mehr erfahrt ihr im Test.

Eine neue Galaxie

Der Anfang von Mario ist, serienüblich, ziemlich unspektakulär. Man wird von der guten Prinzessin Peach zu einem Fest zu Ehren der Sterne eingeladen. An diesem Fest taucht dann plötzlich Bowser auf und entführt die holde Prinzessin samt Schloss und all dem Kram. Mario selbst fällt dann nach einem Angriff seitens Bowser‘s Untergebenen, in die leere der Galaxis und findet sich dann auf einem Planeten wieder. Das war im Grunde schon die Story des gesamten Spiels. Das ganze ist natürlich, wie überraschend, auch Serienüblich. Marios Name stand noch nie für epische Geschichten und all den Kram. Aber seien wir mal ehrlich, ein echter Gamer braucht doch eh nur geiles Gameplay. Auf diesem Planeten wird man dann auch mit dem grundlegenden Gameplay vertraut gemacht und sieht schon die erste Neuerung. Da die Galaxie in Mario aus kleinen sowie grossen Planeten besteht, kann es durchaus öfters vorkommen, dass ihr kopfüber, seitwärts oder was weiss ich, spielt. Besonders auf den kleineren Planeten macht sich das bemerkbar, da die Kamera nicht immer dicht hinter Mario bleibt, sondern den Planeten als ganzes zeigt. Und dort gibt es halt ein Oben und ein Unten. Diese Spielchen mit der Schwerkraft geben dem Spiel eine weitere Faszination, denn das ganze gliedert sich super in das Spiel hinein und bietet eine ziemlich neue Erfahrung für die Spieler.

Von Galaxie zu Galaxie

Nach dem kleinen Turtorial landen wir in der Sternenwarte, von dort aus können wir zu den einzelnen Galaxien reisen. Die Galaxien sind von unterschiedlicher Grösse. Manche sind so gross, dass man sich wie auf einem richtig normalen Mario Map fühlt. Andere dagegen sind eher klein und sie fühlen sich auch klein an, sprich man sieht Mario um den Planeten rum laufen. Auch das Design der Planeten erinnert stärker an Super Mario 64 als es Sunshine getan hat, sehr zum wohlgefallen der Spieler muss man erwähnen. Die Steuerung von Mario ist übrigens sehr intuitiv gelöst worden und es spielt sich wie immer. Wer einmal ein Mario gespielt hat wird keine Probleme mit dem Klempner haben. Die Kamera kann hingegen manchmal aus einem ungünstigen Blickwinkel kommen, jedoch kann man sie automatisch zentrieren, sowie frei justieren. Eine weitere Neuerung gegenüber den alten Mario Teilen ist der Sternenstaub. Diesen kann man ganz bequem per WiiMote einsammeln und er dient für allerlei verschiedene Sachen. Z.B. kann man damit Sternenkinder füttern, damit sie zu richtigen Planeten und Galaxien werden oder aber man verschafft sich mit dem aufsammeln der Teile, ein extra Leben pro 50 Stück.

Abwechslung pur

In Super Mario Galaxy wird Abwechslung gross geschrieben, dies merkt man von der ersten Spielminute an. Es gibt kaum einen Moment der sich wiederholt, geschweige denn langweilt. Mal gilt es einen der verschiedenen Zwischengegner zu vermöbeln(z.B. einen riesigen Maulwurf, der durch geschickte Stampfattacken aus dem Boden gelockt werden muss), mal muss einen spannenden Jump’n’Run Part überstehen, welche oft in einer 2D Sicht dargestellt werden, oder es gilt verschiedene Aufgaben für die Bewohner der Galaxien zu erledigen oder es gibt ein Rennen gegen einen Schattendoppelgänger zu meistern oder man reitet per WiiMote einen Rochen. Ich könnte nun noch ewig weiter aufzählen(oder, oder, oder…), was Mario Galaxy sonst noch alles bietet. Alle diese Dinge haben aber einen Punkt gemeinsam: Alles spielt sich einfach absolut göttlich. Super Mario Galaxy kann man durchaus als einen der absoluten Höhepunkte der gesamten Serie ansehen. Kein Abschnitt wirkt irgendwie aus dem Konzept gerissen, ist unverhältnismässig schwer/leicht oder hat sonst irgendwelche Mängel. Alles wirkt richtig perfektionistisch fertiggestellt. Alleine der Wechsel zwischen den verschiedenen Gravitationen wirkt so wunderbar und passt so zum Spiel wie alles andere. Man merkt richtig, dass bei diesem Spiel Perfektionismus auf dem Plan stand. Darüber hinaus kommen noch wunderbar in Szene gesetzte Bosskämpfe mit dem guten alten Bowser. Die jedoch einen Tick zu einfach sind. Generell könnten sich Mario Veteranen in den ersten zweit Dritteln des Spiels ein bisschen unterfordert fühlen, aber keine Sorge, besonders gegen den Schluss des Spiels steigt der Schwierigkeitsgrad dann doch noch ein wenig an.

Technik vom anderen Stern?

Auch von der technischen Seite lässt SMG gewaltig die Muskeln spielen und zeigt, dass die Wii nicht bloss ein Gamecube 1.5 ist. Im Gegensatz zu Metroid Prime, wird nämlich gezeigt, was die Wii alles auf dem Kasten hat. Obs die wirklich wunderschön präsentierten Planeten sind oder die tollen Charaktermodels, einfach alles wirkt wunderschön gestaltet und fühlt sich an wie aus einem Guss. Auch Soundtechnisch wird grandiose Unterhaltung geboten. Es wechselt zwischen typischen Mario Melodien und wuchtigen Orchesterstücken. Letztere fügen sich brillant in das Spiel ein und besonders während eines Bowser Kampfes ist man einfach hin und weg von dem brillanten Sound. Einer der ersten Videospielsoundtracks die ich bereit wäre zu kaufen, einfach hinreissend!

Fazit

Ich bin total hin und weg von diesem Spiel. Es ist definitiv das beste Spiel auf der Wii und eines der besten Spiele seit langem. Ich hatte während den gut 20-30 Stunden nicht eine langweilige Minute, das Spiel unterhält durch das Band einfach traumhaft. Obs die tolle Grafik ist, die abwechslungsreichen Aufgaben die das Spiel bietet oder einfach das traumhafte Mario-Feeling ist, es macht einfach Spass. Darüber hinaus bietet es viel mehr Spass und Spielzeit als manches andere Topspiel heutzutage, auch der Wiederspielwert ist eigentlich grenzenlos. Der einzige grosse Kritikpunkt am Spiel ist, dass es irgendwann mal fertig ist. Es ist eine Wiedergutmachung für alle die Core Gamer, welche auf der Wii bisher eher gelangweilt waren. Und es stellt einen definitiven Kaufgrund für die Wii dar, denn dieses Spiel ist Videospielgeschichte zum hautnah miterleben! Danke Nintendo für dieses Meisterwerk!


Präsentation: 10/10
Grafik: 9/10

Sound: 10/10
Gameplay: 10/10


9.75


Und das meine ich Todernst ;)

Assassins Creed Review

Assassins Creed ist eines der meisterwartetsten Spiele in diesem Jahr gewesen. Kein Wunder, die Vorschusslorbeeren die dieses Spiel zugesteckt bekommen hat, waren teils einfach unglaublich und machten richtig Lust auf mehr. Auch meine Wenigkeit hat sich sehr auf das Spiel gefreut, nun bleibt aber die Frage, konnte es die hohen Anforderungen denn überhaupt alle halten?

Am Anfang war nichts

Um die Frage von oben noch zu beantworten: Jein. Einige konnte es halten, in anderen Bereichen enttäuscht Assassins Creed leider sehr. Aber fangen wir doch mal von vorne an… Das Spiel bietet den wohl seltsamsten Anfang den ich je begutachten durfte. Wie er ist, dürft ihr selbst schauen. Hier nur mal ein paar kleine Details zur Story (habe versucht das ganze möglichst „spoilerfrei“ zu schreiben). Man spielt, die in den DNA verankerte, Erinnerung von Desmond Miles nach. Dieser wird an die Maschine „Animus“ geschnallt, damit die DNA Erinnerungen gelesen werden können. Wie er dorthin kommt und wie sich das ganze mit dem Mittelalter verhält, müsst ihr schon selbst herausfinden. Die Story, soviel kann ich schon mal sagen, kann man zu den besten Storys in der Videospiel Geschichte zählen.

Wenn man in den Erinnerungen drin ist, übernimmt die Kontrolle über seinen Alter-Ego Altaiir. Altaiir ist ein Vorfahre von Desmond und erstaunlich gut in Form. Vom Wände hinaufklettern bis hin zu gewagten Sprüngen über grosse Abgründe verrichtet er alles problemlos. Zu Beginn des Spiels setzt dieser einen Auftrag in den Sand und wird so seines hohen Ranges entledigt und seiner Ausrüstung und muss nun wieder bei Null beginnen. Damit er die Gunst der Assassinen wieder erlangt, muss er 9 verschiedene Personen töten. Da wäre z.B. ein korrupter Händler, ein geisteskranker Doktor oder ein, unter Paranoia leidender, Statthalter.


Und Los geht’s!

Wenn man das erste Mal die Kontrolle über Altaiir übernimmt, fällt einem sofort die eingängige und simple Steuerung auf. Wenn man dann die erste Wand hinaufklettert sieht man die traumhaften Animationen von Altaiir, welche auch bei jeder anderen Aktion von ihm, einfach unglaublich aussehen. Die Grafik ist ein grosser Pluspunkt von Assassins Creed, aber dazu später mehr. Mit der eingängigen Steuerung sind gleich von Beginn an, sehr spektakuläre Aktionen möglich und geben so ein gewisses Gefühl von Macht und tragen somit auch sehr zum Spielspass von Assassins Creed bei. In der ersten Stunde wird man auch mit dem Gameplay vertraut gemacht. Welches sich leider im späteren Spiel nicht sonderlich ändert. Nach dem allgemeinen Vertaut machen mit dem Spiel wird man auch schon auf die erste Mission geschickt, der Ausgangspunkt dieser ist immer die Assassinen Festung. Von dort aus geht’s durch das Königreich und in eine der drei, wirklich riesigen, Städte Damaskus, Akkon oder Jerusalem. Um durch das Königreich zu kommen, braucht man ein Pferd, welches man an verschiedenen Punkten im Spiel findet. Ansonsten ist das Königreich ganz nett, kommt aber nicht an die wirklich tollen Städte ran.

Traumhaftes Sightseeing

Wenn man das erste Mal in Damaskus steht, bleibt einem schier die Kinnlade unten. Riesige Weitsicht, eine wirklich sehr grosse Bevölkerung und man kann wirklich jedes Haus, jeder Turm, einfach alles erklimmen. Das ist ein gewaltiger Pluspunkt von Assassins Creed und dank der tollen Animationen wird einem auch nie langweilig dabei. Nun müssen wir uns aber auf unseren Auftrag konzentrieren. Grundsätzlich läuft es immer nach dem gleichen Schema ab: Planen, Ausführen und Flüchten. Beim planen klaut man verschiedene Informationen, verhört Leute oder beschafft sich Informationen von Informanten. Für letztere muss man immer einen kleinen Auftrag machen, in den meisten Fällen muss man ein Attentat auf eine Person machen, das passt in das Spiel. Flaggen suchen hingegen passt überhaupt nicht ins Spiel. Optional kann man auch noch Bürger retten, welche euch dann entweder Gelehrte zum verstecken zur Verfügung stellen oder auch Bürger die Wachen aufhalten und anrempeln. Oder man Türme erklimmen und so die Karte aufdecken. Leider läuft das ganze Spiel nach diesem Schema ab, sprich nach dem ersten Attentat hat man eigentlich das ganze Spiel gesehen. Das ruft schnell eine gewisse Monotonie auf den Plan, hier haben die Entwickler viel vergeben. Wenn man seinen Auftrag genügend geplant hat, geht man zum Büro der Assassinen der jeweiligen Stadt und holt sich die Erlaubnis für das Attentat.


Sauber geplant ist schon halb gewonnen

Nun geht es ans Ausführen der Tat, hier hat man eigentlich recht freie Hand, jedoch wird einem die Entscheidungsfreiheit eher vorgegaukelt, letzten Endes gibt es nur drei Möglichkeiten wie ein Attentat ausgehen kann. Entweder man erwischt das Ziel aus dem Hinterhalt oder man fliegt auf und muss das jeweilige Ziel dann meistens verfolgen oder aber es endet in einem Kampf mit dem Ziel und den zahlreichen Wachen. Nun auch noch ein paar Worte zum sehr simplen Kampfsystem. Alles das ganze System steuert sich mit nur einem Knopf. Mit diesem Kontert man, führt Kombos aus oder haut ganz normal zu, auch hier vermisst man die nötige Tiefe. Jedoch macht es einfach dank den tollen Animationen eigentlich immer Spass, jedoch mutiert es schnell zu sturen Knopfgedrücke. Ein wichtiger Punkt bei den Attentaten und auch im Spiel allgemein ist die Bevölkerung. Je nach dem wie ihr euch verhaltet verursacht ihr Panik oder verschmelzt mit der Bevölkerung. Wenn man z.B. eine Bettlerin packt und wegstosst, fängt diese an zu schreien und die Tarnung ist aufgeflogen. Die Bevölkerung ist auch sehr atmosphärischer Pluspunkt von Assassins Creed. Wenn das Attentat vollbracht ist findet man sich in einem Dialog mit dem Ziel wieder und erfährt so mehr und mehr über die spannende Story.
Nachdem das Attentat vollbracht ist, muss man flüchten. Das kann stellenweise ziemlich knackig sein, da die gesamte Stadt in Alarmbereitschaft ist und die Wachen sofort auf Altaiir losstürmen, wenn er gesehen wird. Zum verstecken kann man die zahlreichen Kuppen auf den Dächern, Heuhaufen, Gelehrte oder Bänke nutzen. Letzteres passt leider auch nicht ganz in das Spiel. Und naja so läuft eigentlich der ganze Rest des Spiels ab, hier wäre viel mehr drin gewesen. Besonders beim erklimmen der Türme und dem Bürger retten stellt sich gegen den Schluss es Spiels eine sehr starke Monotonie auf. Dazu hätte dem Spiel vielleicht ein ausgereiftes Schleichsystem sehr gut getan und auch Missionen in denen man sich in die Häuser der verschiedenen Ziele einschleicht um sie von hinten zu erdrosseln hätten sich sehr angeboten. Generell sieht man leider fast an jeder Ecke irgendetwas wo noch etwas mehr drin gewesen wäre. Hier könnte man beinahe sagen, dass dem Spiel noch ein wenig Entwicklungszeit sehr gut getan hätte.

Bahnbrechende Grafik

Ein besonderer Pluspunkt von Assassins Creed ist die wundervolle Grafik. Das fängt bei den echt wunderschönen Animationen an und hört bei den brillant gestalteten Städten auf. Nehmen wir z.B. das Messerwerfen von Altaiir. Bei jedem Wurf, greift er zu der sichtbaren Haltung und wirft es dann auf den Gegner welcher sich dann an den Hals greift und zusammenbricht. Das sieht einfach Fantastisch aus und zeigt wirklich, dass wir in der nächsten Grafikgeneration sind. Diese Animationen prägen das Spiel an allen Ecken und Enden, obs nun im Kampf oder auch beim klettern ist, in Assassins Creed bekommt man nicht einmal das Gefühl eine virtuelle Figur vor der Nase zu haben. Alles sieht so unglaublich natürlich aus und ist definitiv ein Sprung nach vorne. Bei der Umgebungsgrafik bietet das Spiel auch ein hohes Niveau. Besonders die Weitsicht ist an einigen Orten atemberaubend. Wenn ihr das erste mal auf einem hohen Turm in einer Stadt sitzt, wisst ihr was ich meine. Leider gibt es auch einige Kritikpunkte, wie z.B. Pop-Ups. Diese stören das grafische Gesamtbild jedoch nur gering. Soundtechnisch bietet das Spiel atmosphärische Musikstücke und eine wirklich gelungene Sprachausgabe, dies ist jedoch keine Überaschung denn Ubi hat in dem Punkt schon immer gute Arbeit geleistet. Nicht wie gewisse andere Entwickler… (Hallooo Halo!)

Fazit

Ich bin echt hin und her gerissen von dem Spiel. Auf der einen Seite machen die Klettereinlagen einfach gewaltigen Spass und die Animationen sind schlicht und ergreifend sagenhaft. Auf der anderen Seite bietet das Spiel eigentlich null Abwechslung, man wiederholt von Spielbeginn an immer dieselben Sachen. Dazu kommt noch, dass die Entwickler so unendlich viele Chancen verpasst haben, man möchte ihnen dafür regelrecht eine reinhauen. Dann jedoch gibt es eine sehr fesselnde Story, jedoch ein Ende für das man den Storyschreiber erschiessen sollte. Ich sag nur eins: Die Halo-Enden sind n Witz dagegen! Meine Erwartungen konnte es, abschliessend betrachtend, nicht erfüllen. Es ist ein gutes Spiel geworden, leider nicht der erhoffte Hit. Naja vielleicht machens Teil 2 und 3 besser ;) .


Präsentation: 8/10
Grafik: 10/10
Sound: 8/10
Gameplay: 8/10


8.5

Viva Piñata Review

Rare hat in der Vergangenheit schon sehr viele tolle Titel geschaffen. Ob es nun das fabelhafte Banjo Kazooie ist oder auch das tolle Donkey Kong 64. Der jüngste Titel von den Jungs geht relativ neue Wege und hebt sich sehr ab von den bisherigen Rare-Titeln. Das ist jedoch kein Grund zur Sorge, denn Rare ist mit Viva Piñata erneut ein Meisterwerk gelungen.


Vom unerfahrenen Neuankömmling bis zum Meistergärtner

In Viva Piñata dreht sich alles um den Garten und die Namensgebenden Piñatas. Von denen sind über 50 verschiedene Arten im Spiel enthalten und jede hat eigene Bedürfnisse und Vorlieben. Zu Beginn des Spiels sieht man sich in einen ziemlich zerrüttenden Garten laufen und bekommt einfach mal ne Schaufel in die Hand gedrückt und bekommt den Auftrag den Boden weich zu schlagen. Gesagt getan. Schon sieht man das aller erste Piñata in den Garten kommen, der kleine Wurm (im Spiel Whirlm genannt), fühlt sich durch die weich geschlagene Erde angelockt. Eine richtige Story gibt es nicht, auch eigentliche Aufgaben sucht man vergebens. Das Spiel lässt sich nach seinem eigenen Geschmack gestalten und spielen. Die Namen der einzelnen Piñatas sind alle an verschiedene Süssigkeiten angelehnt, da gibt es z.B. Moozipans, Buzzlegums oder Bonboons.



Jetzt heissts Ärmel hochkrempeln…

Um mehr Piñatas in den Garten zu locken, muss man verschiedene Dinge oder Piñatas im Garten haben. Zum Beispiel braucht man für einen Sparrowmint, einen Whirlm im Garten und so geht es dann immer weiter. Später im Spiel kommen immer anspruchsvollere Bedingungen für die Piñatas und dabei kann es schon mal in Stress ausarten. Es gibt aber auch die Möglichkeit die Piñatas zu paaren, für diesen Vorgang müssen auch verschiedene Bedingungen erfüllt werden. Wenn wir nun zu unserem Beispiel zurückgehen, müssen die Sparrowmints einen Whirlm fressen und eine spezielle Behausung im Garten haben, damit sie paarungsreif sind. Die Behausungen kann man im nahe liegenden Dorf kaufen, wie auch verschiedene Samen, Piñatas oder Helfer. Diese Helfer entlasten den Alltag im Garten spürbar, sie helfen beim Unkraut entsorgen, saure Piñatas verjagen oder beim Pflanzen giessen. Denn die Piñatas stellen nicht die einzigen dar, die es zu pflegen gilt. Es gibt noch zahleiche Blumen, Baume und andere Pflanzen, welche auch zum Erhalt weiterer Piñatas dienen. Oder einfach dazu dienen den Garten immer schöner zu gestalten. Im Punkt den Garten schöner gestalten liegt auch einer der grossen Kritikpunkte des Spiels. Das Spiel gibt einem 1000 Möglichkeiten zum gestalten, wirken und erschaffen jedoch limitiert es den Platz, der im Garten verfügbar ist, viel zu stark.

Die stressige Gartenarbeit

Neben all den süssen und knuddligen Piñatas gibt es auch einige saure Gegenstücke von ihnen. Diese verwüsten den Garten, spucken giftige Bonbons auf den Boden (welche natürlich unmittelbar nachher von einem Piñata gefressen werden) und verursachen noch diverse andere Probleme. Zudem gibt es auch noch Rowdys auf Piñata Island, welche ganz versessen darauf sind, die wertvollsten Piñatas zu töten oder schlicht euren Garten zu zerstören. Dazu kommen noch die Probleme der eigenen Piñatas, welche auch ab und zu einen Streit haben, oder Krank werden oder sich irgendwo verbrennen. In solchen Situationen kann dann regelrecht stress ausbrechen und es zeigt auch, dass das Spiel entgegen seiner Präsentation, auch etwas für ältere Semester ist.



Die wunderschöne Flora und Fauna

Die Präsentation des Titels ist einfach zauberhaft. Die einzelnen Piñatas sind mit soviel Liebe gestaltet und mit sovielen verschiedenen Animationen und Details versehen worden, dass es einfach Spass macht, ihnen zuzuschauen. Darum stellt sich oft einfach eine Art Aquarium-Effekt beim spielen ein, man lässt das Spiel einfach laufen und schaut zu wie sich sein Garten entwickelt. Die einzelnen Sounds sind auch erste Sahne, jedes Piñata hat seine eigenen Laute und Geräusche. Ab und zu wird auch noch eine wunderschöne Melodie eingespielt, welche so eine richtig idyllische Stimmung zu Tage bringt. Leider hört man viel zu wenig von diesen Stücken und darum ist es oft einfach still. Hier wäre ein bisschen mehr Soundtrack sehr angebracht gewesen.



Fazit

Mir hat Viva Piñata sehr viel Spass gemacht. Die Piñatas sind einfach herzallerliebst designt und das Konzept mit dem eigenen Garten ist herrlich anders. Die Limitierung des Platzes ist in meinen Augen der grösste Kritikpunkt des Spiels und drückt auch ein bisschen auf die Kreativität des Spielers. Auch hätte dem Spiel eine richtige Story und ein paar Ziele nicht geschadet. Man wird vom Spiel regelrecht alleine gelassen, es kommt ganz auf die Motivation und Fantasie des jeweiligen Spielers drauf an. Für die einen ist das ein Segen, für die anderen ein grosser Kritikpunkt.


Präsentation: 9/10
Grafik: 9/10

Sound: 8/10
Gameplay: 8/10


Overall: 8.5/10

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